Bilder aus dem Internet: Was du beachten musst

Stockfotos sind eine wunderbare Möglichkeit, seine Website, einen Flyer oder Social Media mit gutem Bildmaterial zu füllen. Gerade als Selbständiger und Gründer machen gut gestaltete, aber günstige Werbemittel etwas her. Was genau musst du aber bei der Arbeit mit Bildern aus dem Internet beachten?

 

Hast du die richtigen Nutzungsrechte ausgewählt?
Unsexy, will man nicht hören, wird schon irgendwie gehen? Nein. Kurz und knackig: Mache dir ein Bild darüber, welche Rechtslage für dein ausgewähltes Bild gilt. Im Zweifelsfall greift das Recht zu Gunsten des Fotografen und gegen den Nutzer. Ein Überblick dessen, was dir begegnen wird:

1.Lizenzfreie Bilder

Bei lizenzfreien Bilder unterscheidet sich auch noch mal der Bereich, für den die Lizenz freigegeben ist. Hier gibt es gewöhnlich private und kommerzielle Nutzung. Alles, was deine Selbständigkeit bewirbt, zählt zu kommerzieller Nutzung.

2. Lizenzpflichtige Bilder

Hier bedarf es etwas mehr Vorsicht und Aufmerksamkeit, die Nutzung des Bildes ist eingeschränkt und individuell durch die Plattform oder den Urheber festgelegt. Durch unterschiedliche Preiskategorien lassen sich auch mehr Rechte zur Nutzung eines Bildes erkaufen. Ein Nutzungsrecht ist in vier Bereiche geteilt: Die Art der Nutzung, eine zeitliche Einordnung, eine inhaltliche Einordnung sowie die räumliche Nutzung.

Jedes lizenzpflichtige Bild wird dir die Information mitliefern, wie du es nutzen darfst. Ließ diese Anleitung gut durch – am Besten vor dem Kauf. Für mehr Informationen zum Thema Nutzungsrechte habe ich ebenfalls eine Episode auf dem Freelance Designer Podcast aufgenommen, die du hier findest.

 

Für welche Medien wirst du das Bild brauchen?
Beim Aussuchen eines Stockfotos schaltet sich schnell ein Tunnelblick ein: Ich brauche das NUR für meine Website. Gehe hier noch mal einen Schritt zurück und überlege. Ist das Bild cool genug, dass du es als Leitbild auf für eine Visitenkarte oder einen Flyer brauchen kannst? Entscheide das, bevor du das Bild kaufst. Oft gibt es für Nutzung auf verschiedenen Medien auch unterschiedliche Preise. Aber auch der nächste Punkt ist dabei im Auge zu behalten.

 

Hat alles die richtigen Maße?
Für ungeübte Augen kann ein Bild sehr schnell passend erscheinen. In der Anwendung auf einer Homepage, durch Beschnitt auf einem Flyer oder Bannerwerbung werden die Grenzen eines Fotos schnell sichtbar. Einfache Abhilfe kann hier der gute, alte Screenshot schaffen. Ich füge diesen bei meiner Arbeit als Designerin in das Medium ein, in dem ich das Bild nutzen möchte und teste dadurch, ob es in dem Kontext gut funktionieren kann. Dieser Prozess geht um einiges Flotter und günstiger, als die Bilder direkt zu kaufen oder herunterzuladen.

Wichtig ist auch, auf die Auflösung des Bildes zu achten. Für Printprodukte braucht ein Bild die Auflösung von 300 dpi, auf manchen Portalen werden noch die Web-typischen 72dpi angeboten. Diese sehen aber selbst auf Retina-Displays schon unscharf aus. Qualität geht vor – Maße und Auflösung des Bildes beachten!

 

Auf Authentizität achten
Stockfotos haben nicht ohne Grund einen schlechten Ruf und sicher kennst du selbst diese typischen Arzt-Magazin Fotografien. Solche Bilder werden schnell als unecht enttarnt und haben meiner Meinung nach einen unprofessionellen, fast komischen Charme. Genau das möchtest du für dein Business sicher nicht haben. Achte daher darauf, dass deine auserwählten Bilder trotzdem eine reale Note behalten.

 

Bildstile gekonnt kombinieren
Das bringt schon das nächste Problem mit sich: Wie kombiniert man Stockfotos miteinander, die unterschiedliche Fotografen gemacht haben? Hier lohnt es sich, einen Designer mit ausgebildetem Auge um Rat zu fragen. Wenn du Rat suchst, kannst du mich gern hier per Mail kontaktieren. Gute Anhaltspunkte sind die Farben, die auf dem Bild abgebildet sind: Passen sie zusammen? Ein weiteres Indiz unserer Zeit: Liegen Filter auf dem Bild?

Wichtig ist ebenfalls zu beachten, aus welcher Perspektive und welcher Distanz die Bilder aufgenommen wurden. Fünf Bilder mit dem gleichen Abstand zum abgebildeten Objekt aus frontaler Perspektive in Grüntönen: Du bist ready to go. leider ist es selten so leicht – frag also gern um Hilfe.

 

Hast du die Bild-Quelle verlinkt?
Last but not least: Gib die Quellen richtig an. Egal, ob du für das Bild bezahlt hast oder nicht muss die Quelle des Werkes erkenntlich gekennzeichnet sein. Manche Lizenzen erlauben, die Bildquelle wegzulassen. Hier möchte ich allerdings im Sinne meiner kreativen Kollegen appellieren: Wer gute Arbeit macht und dich überzeugt, verdient auch Credits dafür.

Und jetzt ganz vorbildlich: Quelle des Titelbildes Photo by Joanna Kosinska

Lisa Koch
Wer schreibt hier?
Als Designerin für Gründer und Selbständige bin ich auf Markenentwicklung und Gestaltung spezialisiert. Ich unterstütze meine Kunden durch das Workshop Format Take Off Day dabei, in kürzester Zeit zu fairem Gründerpreis ein passendes Logo, eine Website oder ein Pitchdeck für ihr Business zu bekommen.
Zudem begleite ich Freelance Designer bei dem Aufbau ihrer Selbständigkeit durch meinen Freelance Designer Podcast und die dazugehörige Community.

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