Warum du deine Energie managen solltest

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Was ist falsch an unserem Zeitmanagement?

Wir alle haben ein gewisses Level an Energie und Kraft, die wir in unserem Alltag nutzen können. Ich glaube nur, das ist uns allen sowas von selten bewusst. Es geht viel mehr um “ich muss viel erreichen” und “ich muss produktiv sein”.

Ich bin durch meine letzte Umfrage in meiner Community auf Facebook darauf gestoßen, wie viele von uns tatsächlich ordentlich unter den Auswirkungen von Stress leiden mussten. Ich habe das fast erwartet, getroffen hat es mich dennoch ordentlich. Trotzdem aber die Frage: Warum überlasten wir uns so?

Ich denke einer der Gründe für zu viel Arbeit in zu kurzer Zeit ist, dass wir nicht nur unsere Zeit unterschätzen, sondern ebenfalls unsere Energie.An manchen Tagen haben wir einfach keine Energie. Und das ist völlig okay.

Aber! ABER sagt da auch mein Kopf direkt. Was ist denn, wenn ich dem Kunden versprochen habe etwas bis morgen fertig zu bringen? Was ist denn, wenn ich gar keine Zeit dafür hab, keine Energie zu haben?

Genau diese Spirale ist es, die wir durchbrechen müssen.

Ich denke es geht in einem Alltag, der uns von Stress, Depression und Burnout fernhalten kann geht es nicht darum, seine Zeit so effizient wie möglich zu nutzen. Es geht darum einen Alltag zu finden, der passt. Und zwar zu dir! Genau für diese Freiheit sind wir doch Freiberufler. Und dafür musst du – wie ich es immer wieder als Basis für alles halte – dich selbst beobachten, kennenlernen und Neues austesten.

Wenn du nun jeden Tag in deinen Kalender oder auf die Uhr schaust und deine Zeit planst, kannst du direkt sehen und verstehen, wie viel du davon hast. Aber denkst du täglich daran, wie viel Energie und Kraft du eigentlich für deine Arbeit hast?

Ich vermute nicht. Und selbst ich mache das auch nicht. Noch nicht! Aber durch meine wunderbare Community auf Facebook bin ich genau darauf gestoßen: Hey, manage deine Energie, nicht deine Zeit. Schauen wir uns das Konstrukt in meinem Kopf mal genauer an:

Manche der Aufgaben in unserem Alltag fallen uns schwerer, andere fallen uns leichter. Für manche müssen wir sogar “in Stimmung” sein, damit etwas gelingt. Manche Aufgaben brauchen nicht nur mehr Zeit als andere, sondern auch mehr Energie. Wir machen das Gefühl viel geschafft zu haben davon abhängig wie viel es in Summe und Hinblick auf die dafür verwendete Zeit gebraucht hat. Aber wir schauen nicht hin, mit wie viel Energie wir eigentlich losgegangen sind.

Stell dir vor du bist super fit, ausgeschlafen konzentriert und hast richtig Lust auf die Arbeit, die dir bevorsteht. Du hast aber nur 2 Stunden Zeit für etwas, das vier Stunden dauern würde. Du schaffst es trotzdem in der Zeit, weil du genügend Energie hattest.

Drehen wir die Situation um: Du bist müde, unkonzentriert und hast keine Lust auf die Arbeit. Du hast auch wieder Stunden Zeit, brauchst aber vier Stunden. Du bist wütend mit dir. Warum? Es war einfach nicht mehr Energie da. Eine wichtige Ressource hat gefehlt. Und das ist nicht dein Fehler, aber du kannst dafür Verantwortung übernehmen und etwas ändern.

Lerne dich endlich selbst kennen!

Ich möchte dich dazu einladen, deine Energie kennenzulernen und sie in deine Tagesplanung zu integrieren. Energie ist ebenfalls eine Ressource, eigentlich können wir sie betrachten wie Zeit.

Ich habe gestern mit einer Freundin über genau das Thema gesprochen und wir kamen auf das Bild eines Topfes. Der ist pro Tag, pro Woche, pro Jahr unterschiedlich gefüllt. Du kannst nur nutzen was da ist und musst dafür sorgen, dass er nicht stetig leer ist. (Ja, ich meine damit du musst regelmäßig Urlaub machen!) Und wenn du deine Zeitplanung morgen angehst, denk doch mal daran wie viel Energie du gerade hast und wie du diese gut nutzen kannst. Wie voll ist dein Energie-Topf gerade?

Setz dich einmal hin und schreibe dir eine Liste, was dir im Alltag Energie gibt und was dir Energie zieht. Finde für dich heraus, worin du viel Energie investierst und ob du das tatsächlich bewusst und gezielt tust. Vielleicht lenkt dich auch etwas ab? Mach dich auf die Reise und finde es heraus. Daran schließt sich an: Versuche nicht deine Zeit und Energie nur zu managen, sondern sie zu gewinnen. Was frisst deine Zeit? Wie kannst du das ändern? Wo kannst du deine Energie mit aufladen?

Damit du das noch etwas besser nutzen kannst, ein paar Techniken mitgebracht. Los gehts!

1. Eisenhower Prinzip

Beim Eisenhower-Prinzip geht es darum, seine Aufgaben richtig zu gewichten. Manchmal fällt es uns schwer einzuschätzen, was wir als erstes tun sollten. Eisenhower hat vier Kategorien entwickelt, nach denen gewichtet wird und danach auch entschieden wird, wie man die Aufgabe handhaben kann. Die Kategorien in die man die Aufgaben einträgt sind:

Dringend & wichtig : Wird sofort erledigt

dringend & unwichtig: Wird an andere delegiert

Nicht dringen & wichtig: einen Termin dafür setzen und später erledigen

nicht dringend & unwichtig: erklärt sich von selbst – das kann vielleicht weg

https://de.wikipedia.org/wiki/Eisenhower-Prinzip

 

2. Monotasking statt Multitasking

Was für ein cooles Wort. Versuche es anstatt Multitasking mit Monotasking. Easy as it is: Konzentriere dich auf eine bestimmte Aufgabe. Wenn du merkst, dass du zum Handy greifen oder Facebook öffnen möchtest, braucht dein Gehirn vermutlich eine Pause. Steh mal auf, hol dir etwas zu trinken, schau aus dem Fenster und atme tief ein und aus. So bleibst du beim Thema und machst vermutlich kürzer Pause als auf Facebook.

Zudem kann ich dir nur empfehlen, jegliche Notifications auf deinem PC und Handy auszuschalten. Bei mir landen tatsächlich nur Anrufe und SMS auf dem Sperrbildschirm. Ich habe sogar die kleinen roten Zahlen auf dem Homescreen ausgeschalten, damit ich mich aktiv dafür entscheiden muss eine App zu öffnen.

 

3. Top 3 des Tages

Der Name verrät es dir. Suche für einen Tag die drei wichtigsten Aufgaben ab. Hast du dafür genug Energie? Wann und wie kannst du die Aufgaben gut bewältigen? Ich kann zum Beispiel Vormittags sehr gut kreativ denken. Gegen Nachmittag bin ich eher im Abarbeiten gut. Wie ist das bei dir?

 

4. Die Nicht-To-Do Liste

Ich finde die Idee klasse, bei all den kleinen Sachen die wir uns aufschreiben und erledigen wollen in unserem Alltag. Setze dir doch aber mal einen Rahmen und schreibe auf, was du nicht tun willst. Am Ende des Tages kannst du die Punkte ebenfalls abhaken, wenn du sie NICHT gemacht hast. Ha! Was für eine Genugtuung.

 

5. Ähnliche Aufgaben geblockt abarbeiten

Wenn wir von dem Kerngedanken dieser Folge ausgehen und nun wissen: “Hey, ich muss meine Energie in meine Planung mit einbeziehen!” dann wissen wir auch, dass wir für bestimmte Aufgaben ein Energielevel brauchen. Versuche die Aufgaben, die zusammen gehören wie zum Beispiel Mails schreiben, Rechnungen fertig machen oder Brainstorming in einem Paket zu bearbeiten. Dann wird es dir leichter fallen, dich darauf zu konzentrieren.

 

6. Den Ort wechseln

Einen Trick, den ich für mich gelernt habe: Ich brauche nicht nur ein Gefühl für meine Energie, sondern ebenfalls verschiedene Orte für meine Aufgaben. Podcast Episoden kann ich ziemlich gut im Cafe schreiben. Neue Projekte plane ich gern im Stehen mit Post-its an der Wand. Wie ist das bei dir?

 

7. Tief ein und ausatmen.

Ein kleiner, feiner, wirkungsvoller letzter Tipp. Hol mal Luft, jetzt in diesem Moment. Atme tief ein und aus und entspann dich.

 

Achte auf deinen Energie-Topf, plane mit ihm und bleib gesund!

Deine Lisa

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Lisa Koch
Wer schreibt hier?
Als Designerin für Gründer und Selbständige bin ich auf Markenentwicklung und Gestaltung spezialisiert. Ich unterstütze meine Kunden durch das Workshop Format Take Off Day dabei, in kürzester Zeit zu fairem Gründerpreis einen passenden Außenauftritt für ihr Business zu bekommen.
Zudem begleite ich Freelance Designer bei dem Aufbau ihrer Selbständigkeit durch meinen Freelance Designer Podcast und die dazugehörige Community.

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